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Saba-ralith - Mehr als eine Rasentragschicht

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Empfehlung von Ansaat, Fertigstellungs- und Erhaltungspflege für Rasentragschichten vom Typ Saba®-hum

Die Qualität des Sportbodens "Rasen" ergibt sich aus den baulichen Vorraussetzungen, der Nutzung und der Pflege. Ein jederzeit sportgerechter Zustand setzt aber dementsprechend sachgemäße Pflege voraus. Die Platzverhältnisse müssen einer sorgfältigen Kontrolle unterzogen werden, eine Aufgabe für geschultes Personal.
Nachfolgend aufgeführte Zeit- und Mengenangaben sind Durchschnittswerte mit den üblichen Toleranzen. Abweichungen können sich z.B. durch örtliche oder wetterbedingte Einflüsse ergeben.
Zunächst muss zur begrifflichen Klärung unterschieden werden zwischen der bereits während der Bauzeit einsetzenden Fertigstellungspflege und der späteren Pflege durch den Platzbesitzer. Hier wird einmal übersichtlich dargestellt, worauf es im Wesentlichen ankommt. Alle empfohlenen Maßnahmen wurden auf die spezifischen Eigenschaften der Tragschicht Saba®-hum und weitere Erkenntnisse der modernen Rasenplatzpflege.
Fertigstellungspflege
Sie ist die Sache, des mit der Neuanlage beauftragten Unternehmers, die dieser durchführt, damit der Platz übergabefähig ist. (Siehe Ausschreibungsempfehlung).
Pflege
 
Düngung
Sportrasenflächen sind Intensivkulturen mit dem ein höherer Düngemittelbedarf einhergeht. Bestimmte Tragschichten, gemeint sind Sandtragschichtgemische, ist ein übermäßiger Verbrauch an Nährstoffen und Beregnung zu Eigen.
Saba®-hum-Rasentragschichten garantieren die effektive Ausnutzung von Düngern auf Grund der guten Werte in den Bereichen Wasserspeicherfähigkeit und Durchlässigkeit. Eine über das Jahr gleichmäßige Versorgung mit Kali und Stickstoff muss vorrangig sichergestellt werden.
Folgende Düngevarianten stehen zur Wahl:
 
Herkömmliche Düngung
Einmal pro Jahr im Februar/März mit 20-30 g/m2 Patentkali und, in Abhängigkeit von den Niederschlägen, etwa alle 4 Wochen 25-30g/m2 Kalkamonsalpeter. Besondere Vorsicht vor Düngefehlern ist geboten. Regel: Ausbringung nur bei trockenem Rasen. Arbeitsweise: kleine Streumenge bei mehreren, wechselnden Übergängen.
Verwendung von Volldünger
Auf 2-4 Monate lässt sich hier der Düngerhythmus ausdehnen. Die Streumenge ist auf Bodenanalyse und Düngerzusammensetzung abzustimmen.
Langzeitdüngung
Besonders erfolgreich in der Anwendung sind die durch Bodenleben löslichen Düngestoffe, deren Wirkung bis zu einer vollen Vegetationsperiode anhalten kann. Allerdings sagt die Erfahrung, dass in den meisten Fällen im Frühjahr eine Zusatzmaßnahme notwendig wird, nämlich Verabreichung von 20-30 g/m2 Patentkali.
Die im Oktober/November durchzuführende "Winterdüngung" ist nach wie vor zu empfehlen, da sie zur Erhaltung der Rasendichte in der Winterspielzeit besonders geeignet ist.
 
Mähen
Etwaige Besonderheiten ergeben sich aus der jeweiligen Sportart und/oder dem Nutzungsgrad einer Rasenfläche. Allgemein gilt, dass Flächen mit hoher Beanspruchung von 6 cm Halmlänge auf nicht unter 3 cm Halmlänge herunterzuschneiden sind.
Weniger beanspruchte Flächen werden von 8 cm auf 4 cm Schnitthöhe reduziert. Besondere Erwähnung verdient noch der Hockeyrasen, der stets von 4 cm auf 2 cm herunterzuschneiden ist.
Es dürfen nur Mäher eingesetzt werden, die spurenfrei arbeiten, über Walzenantrieb verfügen und möglichst mit einer Fangvorrichtung für das Mähgut ausgestattet sind. Das Mähgut muss grundsätzlich immer entfernt werden.
Bei Wintereinbruch soll die Rasenhöhe nicht mehr als 4 cm betragen.
 
Beregnung
Wie schon zuvor erwähnt, hat die Rasentragschichtzusammensetzung entscheidenden Einfluss auf den Wasserverbrauch.
Sabahum®-Plätze besitzen durch das große Porenvolumen und damit einhergehend mit der hohen Wasserspeicherfähigkeit, ein natürliches "Reservoir". Dies bedeutet, dass auch bei geringeren Niederschlägen nur im normalen Umfang beregnet werden muss. Der Wasserverbrauch richtet sich also in erster Linie nach dem Bedarf der Rasenpflanze und beträgt etwa 20 l/m2/Woche. Die Beregnung erfolgt bei bereits etabliertem Rasen in 1-2 Beregnungen pro Woche.
Neuansaaten werden in entsprechend kürzeren Abständen, z.B. 7 mal pro Woche mit je 3 l/m2 beregnet.
 
Erhaltung der Tragschichtfunktion
Im Laufe der Zeit erfährt die Tragschicht durch Mährückstände, abgestorbene Gräser und Wurzeln eine natürliche Veränderung. Die Funktionen der Tragschicht werden dadurch beeinträchtigt, lassen sich aber durch einfache Maßnahmen wieder herstellen. Hierzu gehören in erster Linie Vertikalschneiden, Belüftung und Besandung.
Jedoch muss davon abgeraten werden, diese Pflegegänge auf bloßen Verdacht hin auszuführen. In jedem Fall sind sie von den Ergebnissen einer Bodenprobe und einer Vor-Ort-Besichtigung abhängig. Die Fa. dispo kann zur kostenlosen Beratung hinzugezogen werden.
 
Sonstige Maßnahmen
Hierzu zählen vorwiegend die Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen. Nach der ersten Überwinterung und dem endgültigen Ende der Frostperiode müssen die Flächen leicht gewalzt werden.
Korrekturen im Pflegeplan sind gelegentlich notwendig. Wichtige Aufschlüsse lassen sich durch Bodenanalysen gewinnen, die in Abständen durchgeführt werden sollten. Ein Prüflabor benötigt hierfür rund 1 Liter Tragschichtmaterial.