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Biocalith - Filtrationssubstrate für das Element Wasser

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Biocalith - Im Dienste der Umwelt

Was ist Biocalith?
Biocalith® ist ein Mineralgemisch aus Natursteinen verschiedener geo-morphologischer Entstehungsformen und Herkünfte mit diversen Zusätzen. Je nach Einsatzgebiet werden Zuschlagsstoffe in Form von eisenhaltigen Mineralien oder anderen Wirkungsbestandteilen hinzugefügt.
  Biocalith - Im Dienste der Umwelt
Wie wirkt Biocalith?Biocalith® wird bei der Aufbereitung und Reinigung von Wasser eingesetzt. Durch seine hohe Durchlässigkeit (kf bis zu 10-2 m/sec.) wird ein dauerhafter Wassertransport gewährleistet. Die große innere Oberfläche von Biocalith® (> 20.000 m2/m3) bewirkt einen Austausch von chemischen Substanzen (z.B. Eisen bei der Phospatbindung; Regulierung des pH-Wertes) und ermöglicht die Ansiedlung diverser Mikroorganismen (Biofilm, hohe mikrobielle Milieuoberfläche) zum Abbau von Wasser- und Abwasserinhaltsstoffen (z.B. Ammonium, Nitrit und Nitrat). Hierzu leistet unter anderem der erhebliche Anteil an Mikro- und Mittelporen einen erheblichen Anteil.
Pflanzen sind ein wichtiges Element des Wirkungsgefüges mit dem Substrat Biocalith®. Sie sind nicht nur ausgesprochen verträglich und wüchsig in Biocalith® sondern erlauben neben dem Anreichern des Strömungsmediums mit Sauerstoff auch die Bindung von gekoppelten Nährstoffen in Biomasse. Darüber hinaus wird durch antibiotische Wirkung im Wurzelbereich und die Symbiose zu Bakterienkulturen auch ein wichtiger Beitrag zur Hygienisierung des Wassers geleistet.
Substrat Biocalith
 
Beitrag zur Hygienisierung des Wassers
Wo wirkt Biocalith?
Biocalith TK
In der Wasseraufbereitung wirkt Biocalith bei der Entsäuerung von aggressivem Wasser sowie bei der Reduzierung von Nitrat.
In der Abwasserbehandlung wird Biocalith bei kleineren Anlagen (bis 1.000 EGW) als Flächentropfkörper eingesetzt. Dieser bewirkt in Form einer mechanischen oder biologischen Reinigungsstufe (Dreigramm-Grube, Absetzteich oder Oxidationsteich) den Abbau von Ammonium, Nitrit, Nitrat und Phosphat.
Bei größeren Kläranlagen (ab 1.000 EGW) wird Biocalith als Schotterbiotop nachgeschaltet und wirkt u.a. als Flächenfilter. Neben dem Rückhalt von Reststoffen aus dem Ablauf der Nachklärung werden noch vorhandene Abwasserinhaltsstoffe abgebaut (z.B. Nitrit, Nitrat, Phospat). Dies reduziert die eingeleitete Schmutzfracht und verringert damit die Abwassergabe.
Biocalith BF
Bei der Mischwasserbehandlung oder den sogenannten Retentionsbodenfiltern empfehlen sich Schotterbiotope aus Biocalith® als Ersatz für "betonierte" Regenbecken und als nachgeschaltete Stufe hinter Regenentlastungsbauwerken. Hierdurch wird das Gewässer oder die Kanalisation vor hydraulischen Spitzenbelastungen geschützt, die speziell bei Gewässern in der Regel zu Erosionen am Gerinnebett, Verdriftungen von Wasserorganismen und zu Rücklösungen von abgelagerten Schadstoffen führen. Mischwassermengen die beispielsweise durch versiegelte Flächen (z.B. Autobahnen) zustande kommen, werden im Biotop gespeichert und dosiert in das Gewässer eingeleitet. Dabei werden die vorhandenen Inhaltsstoffe im Mischwasser weitgehend reduziert. Das Gewässer "merkt" somit nichts vom Eingriff des Menschen in das natürliche Einzugsgebiet.
Die Einrichtung von Biotopen zur Abwasserbehandlung dient darüber hinaus als Ausgleichsmaßnahme für andere Eingriffe in den natürlichen Lebensraum.
Biocalith K-PC/P-PC
Als Reinigungssubstrat hat sich Biocalith® schon in unzähligen privaten und kommunalen Schwimmteichanlagen bewährt (allein über 25 % aller kommunalen Großanlagen in Deutschland wurden mit Biocalith® verbaut). Auch in herkömmlichen Gartenteichen kommt das Reinigungssubstrat Biocalith® zur Erhaltung des biologischen Gleichgewichts, sowie der Nährstoffbindung und -reduktion immer häufiger zum Einsatz. Hierbei ist es weitestgehend unerheblich, ob es sich um Mehrkammersysteme mit separaten Pflanzenfiltern oder um Einkammersysteme mit Biocalith® in den Regenerations- und/oder Flachwasserzonen handelt.