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Sabalith - Wassergebundene Wegedecke nach Maß

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Nachbehandlung und Inbetriebnahme von neuen wassergebundenen Wegedecken des Typs Sabalith®

Bei Neuanlagen oder nach Sanierungsmaßnahmen muss sich ein Wassergebundener Wege vor starken Belastungen erst festigen. Dies geschieht zunächst durch statische Verdichtung, d.h. durch vibrationsloses Walzen im erdfeuchten (nicht nassen) Zustand. Hierdurch wird eine Grundbindigkeit der Deckschicht erreicht, bevor ein niederschlagsabhängiger Setzungsprozess die Decke vollends verfestigt.
Durch ein Wechselspiel von Befeuchtung und Abtrocknung strukturiert sich hierbei die Kornzusammensetzung, indem Feinteile aus den oberen Millimetern nach unten transportiert werden und so für die hohe Festigkeit des Deckschichtenmaterials sorgen.
Während dieser Setzungsperiode kann eine Wassergebundene Weged noch nicht fest und somit noch nicht voll belastbar sein. Sie muss daher schonend behandelt, möglichst nicht befahren werden, um den noch mehr oder weniger lockeren Deckenbelag nicht zu beschädigen und Nacharbeiten bzw. Reparaturen zu vermeiden.
Im Verlauf dieses Prozesses nimmt die Festigkeit der Wegedecke und damit einhergehend ihre Belastbarkeit sukzessive zu, bis das das oberflächennahe Grobkorn als bewegliche Rollkorn-Auflage in Erscheinung tritt. Ein Wegebelag hat für die Nutzungsfreigabe eine ausreichende Dichte (DPr ~ 95 %) und erforderliche Scherfestigkeit erreicht, wenn sich der schräg aufgesetzte Absatz eines Schuhs maximal 1,5 cm tief in den Belag eindrücken lässt. Sollte der Belag weicher sein, darf er noch nicht zur vollen Nutzung freigegeben werden.
Die Benutzung ist lediglich während des Frost-Tau-Wechsels und bei extremen Witterungen (z.B. Starkniederschläge) eingeschränkt. Ein Wassergebundener Weg sollte nur in ausreichend feuchtem Zustand einer stärkeren Nutzung unterliegen. Motorisierter Fahrzeugverkehr darf nur bei möglichst geringer Befahrungsfrequenz und bei Einhaltung (im Vergleich zu versiegelten Wegen) deutlich reduzierter Geschwindigkeiten erfolgen. Der Zustand der Deckschicht sollte regelmäßig kontrolliert und die Benutzung ggf. bis zur nächsten Nachbehandlung eingeschränkt werden.
Bitte beachten Sie auch unsere Pflegehinweise für Wassergebundene Wege vom Typ Saba®.
Für Fragen zu Bau, Inbetriebnahme und Pflege Wassergebundener Wege stehen wir Ihnen mit fachlicher Beratung jederzeit gerne zur Seite.
Empfehlung zur Pflege von wassergebundenen Decken vom Typ Saba®

Regelmäßige, sachgemäße Pflege bildet die Voraussetzung für die dauerhafte Funktionstüchtigkeit und lange Lebensdauer von Wassergebundenen Wegen. Die weitaus höhere Strapazierfähigkeit von Saba-Decken gegenüber Rasenflächen und auch anderen wassergebundenen Belagsmaterialien bedeutet jedoch nicht, dass diese Decken keiner Pflege bedürfen.
Unebenheiten, die durch starkes Strapazieren entstehen oder manchmal auf materialbedingt ungeeignete resp. unsachgemäß eingebaute Tragschichten zurückgeführt werden können, sind durch Spezialgeräte (z.B. Schleifbalken, Bewegungsmatten), Harken und Schaber auszugleichen und in erdfeuchtem Zustand abzuwalzen. Angeschwemmte bzw. angesammelte Feinanteile an stark beanspruchten Stellen des Belages sind zu entfernen und durch neues Material zu ersetzen. Vertiefungen sind mit gleichartigem Belagsbaustoff aufzufüllen und zu verdichten. Vor dem Aufbringen neuen Materials ist das verbleibende Material der Deckschicht stets aufzurauen, um eine Verzahnung mit dem nachzufüllenden Material zu ermöglichen. Außerdem ist bei der Pflege darauf zu achten, dass die ursprüngliche Deckschichtenstärke von 4 cm beibehalten wird.
Größere Löcher müssen rechtzeitig mit Reservematerial gefüllt werden, um das Durcharbeiten der gröberen Bestandteile der Dynamischen Schicht in die Deckschicht zu verhindern. Nach dem Flächenausgleich sollte die gesamte Fläche erdfeucht abgewalzt werden. Durch Niederschläge oder Beregnung freigelegte Grobkörner sind nach erfolgtem Aufrauen wieder einzuarbeiten. Bei sehr geringer Nutzung ggf. auftretender unerwünschter Bewuchs und Bemoosung sind mechanisch oder thermisch (z.B. Abflammen) zu entfernen. Laub, Grünschnitt und sonstige Verunreinigungen müssen möglichst zeitnah entfernt werden, um ein Verrotten organischen Materials auf dem Wassergebundenen Weg und eine damit einhergehende Verschmutzung, beschleunigte Alterung und Verringerung der Wasserdurchlässigkeit zu verhindern.
Bei lange anhaltend trockener Witterung ist es optional möglich, Wassergebundene Wege zu beregnen, damit die Decke ihre Bindung und Festigkeit beibehält bzw. wiedergewinnt und nicht zu stauben beginnt.
Um die Wasserdurchlässigkeit verfestigter Belagsoberflächen zu verbessern (z.B. auf den Hauptfahrwegen), ist deren Oberfläche aufzulockern. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die darunter liegende dynamische Schicht nicht beschädigt wird. Anschließend hat ein Egalisieren und erdfeuchtes Anwalzen zu erfolgen. Es ist besonders empfehlenswert, dass nach jeder Frostperiode die Decke mit einer Ein- bis Zwei-Tonnen-Walze kreuzweise statisch verdichtet wird. Aufgefrorene und somit zu weiche Flächen dürfen nicht übernutzt werden.
Nach einigen Jahren sollte eine Überholung der Wegedecke z.B. durch Abtrag der verschlissenen Belagsanteile und Materialersatz erfolgen. Der Zeitpunkt sowie die Abtrags- und Neuauftragsmenge richtet sich nach dem Nutzungsgrad der Fläche.


Pflegeausmaß und -intervalle stehen in enger Abhängigkeit der Nutzungsintensität und fallen i.d.R. nur dann regelmäßig an, wenn eine gewisse Mindestnutzung unter- oder Höchstnutzung überschritten wird.

 

Für Fragen zu Bau, Sanierung und Unterhaltung von Wassergebundenen Wegen stehen wir Ihnen mit fachlicher Beratung jederzeit gerne zur Seite.