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Saba-grand - Sportplatzbelag, der Spaß macht

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Nachbehandlung, Inbetriebnahme und Pflege der Tennendecke

Ruhezeit, Fertigstellungspflege, Inbetriebnahme
Nach Beendigung der eigentlichen Herstellungsarbeiten folgt eine Ruhezeit von vier bis sechs Wochen, um durch den Einfluss wechselnder Witterungsbedingungen einen natürlichen Setzungs- und Abbindeprozeß zu ermöglichen.
Zur gleichen Zeit wird die Fertigstellungspflege ausgeführt. Sie beinhaltet alle Nacharbeiten, die der Erreichung eines einwandfreien Übergabezustandes dienen. Dazu zählen u.U. Beregnung, Verdichtungsarbeiten, Ausgleich von Unebenheiten und das Abschleppen.
Direkt vor der ersten Inbetriebnahme wird die Festigkeit (Oberflächenscherfestigkeit) genau kontrolliert. Ein Belag hat seine ausreichende Scherfestigkeit erreicht, wenn sich der schräg aufgesetzte Absatz des Schuhs maximal 1,5 cm tief in den Belag eindrücken lässt. Sollte der Belag weicher sein, darf er noch nicht zur Benutzung freigegeben werden.
Laufende Pflege
 
Beregnen
  Beim Ausbleiben natürlicher Niederschläge müssen auch Tennenbeläge beregnet werden. Die Beregnung wird vor dem Bespielen eingeschaltet oder wenn dies zur Durchführung von Pflegemaßnahmen erforderlich ist. Gut durchfeuchtete Tennendeckschichten sind verdichtungswillig, bindefähig und stauben nicht.
 
Egalisieren
  Soweit nach der Benutzung keine tiefen Spuren sichtbar werden, genügt großflächiges Abschleppen. Hierfür gibt es Pflegegeräte mit Egalisierrahmen, Aufreißfederzinken und Sportplatzbesen. Als Behelf können auch selbstgefertigte Stahlwinkelrahmen oder Baustahlgewebematten dienen.
 
Walzen
  Tiefe Fußspuren nach der Benutzung lassen erkennen, dass weitere Verdichtungsvorgänge notwendig sind. Zuerst müssen die Vertiefungen von freigelegtem Grobkorn gereinigt und mit frischem Tennenmaterial verfüllt, befeuchtet und abgestampft werden. Danach wird großflächig eingeebnet und im feuchten Zustand kreuz und quer mehrmals gewalzt.
Ob die gewünschte Verdichtung erreicht wird, hängt tatsächlich von dem Feuchtegehalt des Belages und dem Gewicht der eingesetzten Walze ab. Von Vibrationsgeräten wird deutlich abgeraten! Tennenflächen werden nach dem Walzen gefegt oder gebürstet. Dies dient der Beseitigung der Walzspuren.
Störungen
 
Durchtritte
  Durchtritte sind die Folge ungenügender Verdichtung. Sie müssen umgehend und einzeln behandelt werden. Dies geschieht, indem zunächst das aufliegende Grobmaterial entfernt wird. Zur Verfüllung dient Reservebaustoff der Körnung 0/3 mm. Dieser wird gut angefeuchtet und verdichtet.
 
Pfützen
  Pfützen können sich nur in Vertiefungen bilden. Darum muss auf einwandfreie Ebenheit und funktionierende Oberflächenentwässerung gleichermaßen geachtet werden. Rinnen und Abläufe sind stets zu reinigen.
In der nachstehenden Reihenfolge werden die Ursachen der Pfützenbildung behoben:
  Schlammablagerungen abkratzen und abfahren
  Unten liegende Schicht aufrauen
  Deckschichtbaustoff auftragen, ausgleichen und abwalzen
  In schwerwiegenden Fällen muss die Deckschicht stellenweise in voller Stärke ausgetauscht werden.
 
Oberflächenverhärtung
  Infolge von Alterung, übermäßiger Belastung oder unzureichender Pflege können Tennenflächen verkrusten. Der Feinkornanteil nimmt derartig zu, dass totale Verdichtung eintritt.
Dieser Mangel lässt sich durch die Verwendung des Drainageverbesserers Saba®-drain Tenne umgehend mindern. Beachten Sie dazu bitte die Einbauhinweise von Saba®-drain.
 
Unkraut, Algen, Moos
  Bei mangelnder Pflege, einhergehend mit einer geringen Nutzungsfrequenz kann es zu einer Verunkrautung der Fläche kommen. Bei rechtzeitigem Erkennen genügt die mechanische Behandlung mit den vorhandenen Pflegegeräten.